Kontaktieren Sie uns:
+49 (0) 157 3236 7245 |
Info@BarkowConsulting.com

Krieg treibt Neugeschäft auf Rekordniveau

Das Volumen der neu vergebenen Wohnungsbaukredite belief sich im ersten Quartal 2026 auf 61,2 Milliarden Euro und erreichte damit den höchsten Stand seit der Zinswende Mitte 2022. Damit hat sich der in den letzten Quartalen abzeichnende Abwärtstrend vorerst nicht bestätigt. Zurückzuführen ist das überraschend starke erste Quartal allerdings ausschließlich auf den März 2026, der mit 24,1 Milliarden Euro annähernd einen Normalwert der Niedrigzinsära erreicht hat.

Der März ist typischerweise nach dem Juli der saisonal stärkste Monat des Jahres. Bedeutender waren jedoch der deutliche Zinssprung seit Ende Februar, der erneut zu wesentlichen Vorzieheffekten geführt hat. Ähnliches war bereits im März des Vorjahres zu beobachten. Solche Vorzieheffekte sind naturgemäß nicht nachhaltig und belasten das zukünftige Wachstum definitionsgemäß.

Demgegenüber bleiben die Belastungsfaktoren aus einer Kombination von stabilen bis steigenden Immobilienpreisen, höheren  Zinsen sowie einer allgemeinen volkswirtschaftlichen Verunsicherung bestehen. Darüber hinaus könnte sich das Auslaufen von Nachholeffekten aus dem vorherigen Zinsschock sowie ein geringes Volumen auslaufender Kredite bemerkbar machen. Mit anderen Worten: Der starke März hat an dem eher gedämpften Ausblick für das Gesamtjahr nichts geändert: Eher im Gegenteil.

 

Vorheriger Beitrag
«