Zinskampf um Einlagen: Gewinner & Verlierer
Der Einlagenmarkt wird aktuell gehörig durchgeschüttelt. Schon seit einiger Zeit überbieten sich die Anbieter mit Kampfkonditionen für Tagesgeld. In der Spitze liegen die Aktionszinsen inzwischen bis zu 200 Basispunkte (oder auch 2 Prozentpunkte) über dem EZB-Referenzzins. Aktuell zählt unser Barkow Consulting Einlagen-Monitor mehr als 70 Banken, die Aktionszinsen oberhalb des EZB-Zinses anbieten.
Höchste Zeit also für einen tieferen Blick in den Barkow Consulting Einlagen-Monitor: Wie haben sich die Privatkundeneinlagen der einzelnen Bankengruppen im ersten Halbjahr 2026 entwickelt?
1. Schwaches erstes Halbjahr
Grundsätzlich fällt das Einlagenwachstum im ersten Halbjahr deutlich schwächer aus als im zweiten. Das erste Halbjahr 2026 war mit einem Plus von gerade einmal 0,5% gegenüber Dezember 2025 selbst für diese saisonal schwächere Jahreshälfte ungewöhnlich schwach; trotz der attraktiven Kampfkonditionen.
2. Klare Gewinner: Kleine Privatbanken
Einen klaren Gewinner gibt es dennoch: die kleinen Privatbanken. Zu dieser Gruppe zählen unter anderem die großen Direktbanken, die Autobanken – und inzwischen auch Chase.
3. Klare Verlierer: Große Privatbanken
Auf der anderen Seite stehen die großen Privatbanken als klare Verlierer des ersten Halbjahres. Zu dieser Gruppe zählen Deutsche Bank, Commerzbank und HypoVereinsbank sowie deren Tochtergesellschaften.
4. Volksbanken ebenfalls unter Druck
Auch die Volksbanken gehören zu den Verlierern, wenn auch in deutlich geringerem Umfang als die großen Privatbanken.
5. Sparkassen verlieren Marktanteile
Auch die Sparkassen konnten sich dem Trend nicht vollständig entziehen: Zwar sind ihre Privatkundeneinlagen um 0,09% gegenüber Dezmeber 2025 gewachsen, Marktanteile haben sie im ersten Halbjahr aber dennoch verloren.
Fazit: Trotz Zinskampf und immer aggressiverer Kampfkonditionen wächst der Einlagenmarkt kaum. Gleichzeitig werden die Karten innerhalb des Marktes neu gemischt. Und zwar zugunsten der kleineren Privatbanken und zulasten der etablierten großen Privatbanken.
Der Barkow Consulting Einlagen-Monitor liefert die Daten hinter dem Trend
Wer im Einlagenmarkt frühzeitig erkennen will, wohin sich Kunden und Marktanteile bewegen, braucht mehr als klassische Einlagenstatistiken. Unser Einlagen-Monitor verbindet Einlagenentwicklung und Marktanteile mit Zinsaktionen, Wettbewerbsaktivitäten und zahlreichen weiteren Frühindikatoren. So entsteht ein früheres und umfassenderes Bild der Marktdynamik auf Markt-, Bankengruppen- und sogar Einzelbankebene.
Sie möchten wissen, wer im Einlagenmarkt gewinnt, wer verliert und warum? Weitere Informationen zu unserem Einlagen-Monitor können Sie HIER anfordern.
