Der erwartete Absturz
Das Volumen der neu vergebenen Wohnungsbaukredite belief sich im Mai 2026 auf 17,2 Milliarden Euro und erreichte damit den niedrigsten Stand seit Dezember 2024. Gegenüber dem Vormonat ging das Neugeschäft um 19 %, gegenüber dem Vorjahresmonat um 13 % zurück. Nach zuletzt kriegsbedingt hohen Werten scheint die Baufinanzierung damit wieder den Abwärtstrend eingeschlagen zu haben, der sich bereits seit einigen Quartalen abzeichnet.
Der wesentliche Grund dürfte, wie bereits erwartet, in einer Umkehr der kriegsbedingten Vorzieheffekte sowie dem damit verbundenen Basiseffekt liegen. Zudem ist der Mai traditionell ein eher umsatzschwacher Monat.
Weiterhin bestehen die Belastungsfaktoren aus einer Kombination von stabilen bis steigenden Immobilienpreisen, höheren Zinsen sowie einer anhaltenden gesamtwirtschaftlichen Verunsicherung fort. Der schwache Mai bestätigt den eher gedämpften Ausblick für das Gesamtjahr. Ob der Sommer der Reformen zusätzliche Wachstumsimpulse entfalten wird, bleibt abzuwarten.